Migration

Vincent Peirani Akkordeon
François Salque Cello
Johnny Rasse & Jean Boucault Vogelsänger

Wie der Vogel, der durch den Gesang anderer Vögel inspiriert wird, denen er auf seinem Flug in den Süden begegnet, haben sich die Komponisten schon immer von der Musik inspirieren lassen, die sie auf ihren Reisen entdeckten… Von Sibelius bis Piazzolla, über Messiaen und Takemitsu lädt dieses ungewöhnliche Quartett zu einer erstaunlichen musikalischen Entdeckungsreise ein und erfindet den Klang des Exils dabei neu…

Ein einfacher Akkord (do-mi-sol), der von Vincent Peirani aufgegriffen wird, eine schöne Melodie des estnischen Komponisten Arvo Pärt, angedeutet von François Salque und schließlich der Cantus Arcticus von Rautavaara, einem finnischen Komponisten. Hinter ihnen positionieren sich die Sänger, als lägen sie in der Nähe eines nebelgetränkten Teiches auf der Lauer. Oder auch in der Nähe eines Sees, dem Baikalsee. Wenn sie also das Rimski-Korsakow-Stück, Die Rose und die Nachtigall, spielen, dann spielt einer der „Vogelsänger“ die Rose.

Vom Zauber der imaginären Reise getragen, finden wir uns später in Argentinien wieder. Wenn das Salque-Peirani-Duo dann Astor Piazzollas Armageddon in Angriff nimmt, geht es wild zu. Jean Boucault und Johnny Rasse schließen sich ihnen an und werden plötzlich zu Vögeln des Amazonas. Dazu gehört auch der „Signal“-Vogel: Durch seine Schreie führt er uns zu den Bienenwaben und erlaubt es uns, den Honig zu sammeln. Im Gegenzug bekommt der Vogel dafür die Larven und das Wachs zur Verköstigung.